Letzte Erwerbungen
Heute wie damals liegt die zentrale Aufgabe des Kaiser Friedrich Museumsvereins auf der Finanzierung von Kunstwerken für die Gemäldegalerie und die Skulpturensammlung.
Alte Meister sind ein rares Gut. Angesichts zunehmender Dynamik und beträchtlicher Einsätze auf dem Kunstmarkt kann heute auf das finanzielle Engagement eines Einzelnen kaum gebaut werden. Umso wichtiger ist es deshalb, dass viele sich zusammenfinden, um einen größeren Kunsterwerb zu ermöglichen.
Anlässlich der Wiedereröffnung des Bode-Museums im Oktober 2006 übergab der KFMV als Neuerwerbung eine „Königliche Stifterin“ (Frankreich 14. Jahrhundert) an die Skulpturensammlung. 2008 wurde das Ankaufsprojekt eines Gemäldes von Jean-François de Troy, „Die Lesende“ aus dem Jahre 1723 abgeschlossen: Es ist das Pendant zu dem bereits seit 1843 in der Gemäldesammlung befindlichen Bild „Das Frühstück“ des gleichen Malers. Der Verein finanzierte neben diesem Ankauf auch die Neuanfertigung eines Régence-Rahmens, um so die beiden Bilder in der Ausstellung als Pärchen kenntlich zu machen. Auch die Restaurierung des 2010 erworbenen Gemäldes von Antonio del Castillo y Saavedra, der „Betende Heilige Franziskus“ (um 1655), wurde vom Verein finanziert; das Bild ist jetzt im Saal XIII der Gemäldegalerie zu bewundern. Im Jahr 2011 kauften wir ein Relief des Mannheimer Bildhauers Paul Egell, eine „Heilige Familie“ (nach 1735) und eine Miniatur, das „Herrnbildnis“ (1761) von Carl Friedrich Thienpondt. Danach gelang dem Verein mit dem Ankauf des „Kleinen Prinzen“, einem großartigen Kinderbildnis der französischen Renaissance, eine ganz wesentliche Bereicherung dieses Bestandes der Skulpturensammlung. Im Januar 2014 konnte eine Muttergottes-Statuette des bedeutenden spätgotischen Bildhauers Michel Erhart erworben werden. Als 2019 das Gemälde „Sarah führt Abraham Hagar zu“ von Matthias Stom von den Staatlichen Museen an die Erben des jüdischen Vorbesitzers Heinrich Ueberall restutiert wurde, kaufte der Museumsverein das Bild für die Gemäldegalerie zurück, wobei er durch Finanzmittel der Friede Springer Stiftung unterstützt wurde. Zu den in jüngerer zeit erworbenen Skulpturen gehört die „Maria lactans“, eine weitere Restitution des Bode-Museums, die durch den KFMV 2025 für die Skulpturengalerie gesichert werden konnte.










